Die Ergebnisse der Befragung zu antidemokratischen Einstellungen in der Hauptstadt „Berlin Monitor“ wurden präsentiert. Neben Rechtsextremismus und Verschwörungsideologien sind auch antischwarzer Rassismus Schwerpunkte der Studie.
Die ersten Ergebnisse des diesjährigen „Berlin Monitor“ zu antidemokratischen Einstellungen in der Hauptstadt wirken zunächst positiv. Demnach sind die Zustimmungswerte zu rechtsextremen und Verschwörungsideologischen Einstellungen fast durchgängig geringer als im Bundesdurchschnitt. Dennoch weisen rund 25 Prozent der befragten Berliner*innen eine Verschwörungsmentalität auf. Auch wünschen sich demnach 23 Prozent „eine einzige starke Partei, die die Volksgemeinschaft insgesamt verkörpert“, sechs Prozent mehr als bei der bundesweiten Befragung aus dem letzten Jahr.
Alle anderen Werte aus dem Bereich Rechtsextremismus sind jedoch niedriger als im Bundesschnitt. Doch Grund zu Entwarnung können diese Zahlen nicht geben, denn im Vergleich mit den Zahlen aus dem „Berlin Monitor“ vor zwei Jahren, ist bei den Einstellungswerten, die damals schon abgefragt wurden, durchgehend eine Zunahme festzustellen. So stiegen die Zahlen der vollen und latenten Zustimmung bei der Aussage, Deutschland sei „durch die vielen Ausländer in einem gefährlichen Maße überfremdet“ von 32 auf 40, bei der Aussage „Ausländer kommen nur hierher, um unseren Sozialstaat auszunutzen“ von 36 auf 49 Prozent, also auf fast die Hälfte der Befragten.
Berlin Monitor 2021: Rechte Einstellungen nehmen zu weiterlesen





