Archiv der Kategorie: Internationales

Infokrieg für Russland

Das vom Kreml finanzierte Webportal RT Deutsch ist ein wichtiges Medium der rechten Gegenöffentlichkeit

Von Ulrich Peters und Theo Schneider

Neben ideologisch eingefärbten Agenturmeldungen und Alltagsnachrichten, bisweilen kruden und skurrilen Berichten sowie Russland-Reportagen finden sich auf dem Webportal RT Deutsch vor allem auch (extrem) rechte Protagonist_innen und Verschwörungsideologien. Infokrieg für Russland weiterlesen

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Rechte Putin-Fans tagen in Sachsen

Auf Einladung der sächsischen AfD-Fraktion versammelten sich Vertreter von AfD und europäischer Rechtsaußen-Parteien  zu einem „Russland-Anti-Sanktionsgipfel“ im Freistaat. Aus Russland kam ein Vertreter der Kommunistischen Partei.

AfD-Politiker Jörg Urban aus Sachsen mit der Resolution nach der Tagung; (YouTube-Screenshot)Parlamentarier der AfD aus mehreren Bundesländern sowie europäische Rechtsaußen-Politiker trafen am vergangenen Wochenende im sächsischen Freiberg zu einem Kongress unter dem Titel  „Zusammenarbeit statt Konfrontation“, der gegen die Wirtschaftssanktionen der EU gegen Russland infolge der Krimannexion 2014 gerichtet war, zusammen. Organisiert wurde das Treffen von der sächsischen AfD-Landtagsfraktion. Überwiegend setzten sich die Kongressteilnehmer aus AfD-Abgeordneten zusammen: so kamen aus Brandenburg Martin Wiese und Christina Schade, aus Thüringen Corinna Herold und Thomas Rudy, aus Baden-Württemberg Emil Sänze, aus Berlin Hugh Bronson, aus Mecklenburg-Vorpommern Thomas de Jesus Fernandes, aus Sachsen-Anhalt Matthias Lieschke und Willi Mittelstädt sowie aus Sachsen Mario Beger, André Barth und Jörg Urban. Prominenteste Besucher waren der AfD-Bundesvize Alexander Gauland sowie der Landes- und Fraktionsvorsitzende aus Sachsen-Anhalt, André Poggenburg. Rechte Putin-Fans tagen in Sachsen weiterlesen

70. Jahrestag D-Day Normandie 2014

Am 6. Juni 1944 landeten die alliierten Streitkräfte in der Normandie. Zum 70. Jahrestag fanden 2014 in Frankreich zahlreiche Veranstaltungen und Gedenkzeremonien mit Staatsgästen aus diversen Ländern statt. Die zentrale Feier fand am Strand von Ouistreham statt. US-Präsident Barak Obama sprach auf dem amerikanischen Soldatenfriedhof Colleville-sur-Mer zu mehreren D-Day Veteranen. Prinz Charles besuchte die Feierlichkeiten im ersten befreiten Dorf Frankreichs, Ranville.

Alljährliches Gewaltritual in Warschau

Rechtsextremisten und Hooligans attackieren am Rande des „Unabhängigkeitsmarsches“ am polnischen Nationalfeiertag linke Hausprojekte und zünden ein LGBT-Mahnmal an. Schließlich versucht der Mob, die russische Botschaft zu stürmen und liefert sich Straßenschlachten mit der Polizei.

Auch in diesem Jahr kam es in Warschau am polnischen Unabhängigkeitstag wieder zu heftigen Ausschreitungen durch Rechtsextremisten. Wie in den Vorjahren lieferten sich bei dem so genannten „Unabhängigkeitsmarsch“ am 11. November polnischen Nationalisten, Neonazis und rechtsextreme Hooligans schwere Auseinandersetzungen mit der Polizei.

Organisiert wird das nationalistische Großevent, an dem jedes Jahr mehrere zehntausend Menschen teilnehmen, unter anderem von der rechtsextremen Organisation ONR (Nationalradikales Lager), deren Anhänger aus allen Teilen Polens extra anreisen. Auch Hooligan-Gruppen, die aus ihrer Gesinnung keinen Hehl machen, treten regelmäßig in großer Zahl auf. Traditionell endet der Aufmarsch am Denkmal von Roman Dmowskiego, einem der Väter des polnischen Nationalismus und überzeugter Antisemit.

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Aufmarsch zum Krawall

Hooligans und Nazis lieferten sich am polnischen Unabhängigkeitstag auch in diesem Jahr eine Straßenschlacht mit der Polizei. Doch anders als in den Vorjahren machen die Medien dieses Mal zumindest nicht die Gegendemonstranten für die Gewalt verantwortlich.

Fundamentalistische Katholiken, mehrere tausend Fußballhooligans, Anwohner, Mitglieder der Naziorganisationen »Nationalradikales Lager« (ONR) und »Allpolnische Jugend« (MW) – sie alle beteiligten sich am »Marsch der Unabhängigkeit« in Warschau. Am vorvergangenen Sonntag, dem polnischen Unabhängigkeitstag, kam es dabei erneut zu heftigen Ausschreitungen. Der vom ONR und der MW organisierte Aufmarsch findet neben den staatsoffiziellen Gedenkveranstaltungen seit einigen Jahren in der polnischen Hauptstadt statt und erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Die Teilnehmer laufen dabei zum Denkmal von Roman Dmowski. Er gilt als einer der Väter des polnischen Nationalismus und organisierte 1911 als überzeugter Antisemit einen Boykott jüdischer Unternehmen. Was die doch sehr unterschiedlichen Beteiligten eint, sind die in Polen weit verbreitete Homophobie und der Antikommunismus. Diese ermöglichen es rechtsextremen Gruppen im Land immer wieder, Menschen außerhalb des neonazistischen Milieus für Kundgebungen und Demonstrationen zu gewinnen.

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Nationalistisches Massenevent

Neonazis und Hooligans randalieren am polnischen Unabhängigkeitstag in Warschau. Über tausend Nazigegner protestieren dagegen zeitgleich.

Es scheint zur traurigen Tradition am 11. November in Warschau zu werden. Neben den staatsoffiziellen Zeremonien und Gedenkfeiern im ganzen Land marschieren auch tausende Nationalisten, gewaltbereite Neonazis und Hooligans bei einem eigenen „Marsch der Unabhängigkeit“ am polnischen Nationalfeiertag durch Warschau und liefern sich dabei Straßenschlachten mit der Polizei. Ziel des Marsches ist das Denkmal von Roman Dmowskiego. Er gilt als einer der Väter des polnischen Nationalismus und organisierte 1911 als überzeugter Antisemit einen Boykott jüdischer Unternehmen.

Vermutlich nicht zuletzt deswegen entwickelte sich in diesem Jahr die Veranstaltung, organisiert von den nationalistischen Gruppierungen „Nationalradikales Lager“ (ONR) und „Allpolnische Jugend“ mit rund 20.000 Teilnehmern auch zu einem Treffen diverser rechtsextremer Gruppen Europas: unter anderem Abordnungen der ungarischen Jobbik-Bewegung, Mitglieder der slowakischen SNS-Partei sowie Vertreter der italienischen Forza Nuova und serbische Neonazis liefen zum 94. Jahrestag der Unabhängigkeit in der polnischen Hauptstadt auf.

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Event der polnischen Szene

Ausschreitungen und Festnahmen bei nationalistischem Aufmarsch in Warschau.

polnischen Nationalfeiertag am vergangenen Freitag versammelten sich mehrere tausend Menschen in der Innenstadt von Warschau zu dem „Marsch für Unabhängigkeit“. Unter den Marschierern befanden sich neben rechtskonservativen und religiösen Gruppierungen mehrheitlich Neonazis und Hooligans. Diese prägten mit Bannern der rechtsextremen ONR (Obóz Narodowo-Radykalny – Nationalradikales Lager) und weißen Sturmhauben die Versammlung. Für die rechte Szene Polens ist der Marsch ein wichtiges Event, stellt dieser doch eine Möglichkeit dar, sich spektrenübergreifend selbst zu inszenieren und bei weniger radikalen Gruppierungen Anknüpfungspunkte zu finden.

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