Erneute Attacke auf Anton-Schmaus-Haus

In Berlin ist es in den letzten Tagen wieder zu Sachbeschädigungen durch Neonazis gekommen. Neben linken Einrichtungen sind auch Gedenkorte betroffen.

Am heutigen Morgen entdeckten Angestellte des Anton-Schmaus- Hauses der Falken im Berliner Stadtteil Britz am Zaun ihrer Jugendeinrichtung neben diversen aufgesprühten Hakenkreuzen, Sig-Runen und Keltenkreuzen auch rechte Drohungen wie „Game Over“ und „Ihr interessiert uns brennend“. Letzteres nimmt offensichtlich Bezug auf die noch immer nicht aufgeklärten zwei Brandanschläge im letzten Jahr auf die Jugendeinrichtung der Falken, wobei das Haus schwer beschädigt worden war. Die neuerliche Attacke wirkt wie ein Bekennerschreiben, denn die Sprühereien sind mehrfach mit „NW-Berlin“ unterschrieben, aus deren Kreis auch die Täter der beiden Brandanschläge von vielen Szenekennern vermutet werden.

Betroffen waren heute Vormittag auch die Stadtteilbücherei Britz Süd, auf deren Scheibe Sig-Runen und ein Hakenkreuz gesprüht, und ein nahe gelegener Supermarkt in Britz, auf den die Internetseite des „NW-Berlin“ und Hakenkreuze angebracht wurden. Auch den Weg zum Anton-Schmaus-Haus beschmierten die mutmaßlich neonazistischen Täter mit diversen Hakenkreuzen und Doppel-Sigrunen. Erneute Attacke auf Anton-Schmaus-Haus weiterlesen

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Ende der Überwachung

Anfang September hat der Kosovo offiziell die volle Souveränität erhalten. Der jüngste Staat des Balkans bleibt jedoch ein geteiltes Land. Die Auseinandersetzungen zwischen Albanern, Serben und den Sicherheitskräften sind weiterhin Teil des Alltags.

VON THEO SCHNEIDER

Am 10. September verkündeten der kosovarische Ministerpräsident, Hashim Thaçi, und der Internationale Zivile Repräsentant, Pieter Feith, in Priština das Ende der Überwachung. Kurz zuvor hatte die »Internationale Steuerungsgruppe« (ISG), deren Vertreter Feith ist, auf ihrem letzten Treffen beschlossen, dem Kosovo die uneingeschränkte Souveränität zuzugestehen. Damit endet die sogenannte beaufsichtigte Unabhängigkeit des Landes, das bislang von den 25 Mitgliedstaaten der ISG, den meisten EU-Ländern sowie der USA und Türkei beobachtet wurde.

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