Rechter Flop zur deutschen Einheit

Mehrere extrem rechte Gruppen haben am Wochenende in Berlin und Brandenburg versucht, um Aufmerksamkeit zu buhlen. Durch Gegenproteste und geringen Teilnehmerzahlen liefen die Aktionen weitestgehend ins Leere.

Die größte Aktion am Wochenende war ein Aufzug der Gruppierung „Wir für Berlin & Wir für Deutschland“, die vom Berliner Hauptbahnhof durch Mitte bis zum Alexanderplatz führte. Etwa 150 bis 200 Personen beteiligten sich mit Parolen wie „Wer Deutschland nicht liebt, soll Deutschland verlassen“ und „Merkel muss weg“ an der Veranstaltung. Erwartungsgemäß glich die Zusammensetzung des Aufmarschs dem des wöchentlichen Berliner Pegida-Ablegers „Bärgida“, lediglich erweitert um einige auswärtige extreme Rechte. So liefen vereint in der Ablehnung von Bundesregierung und Flüchtlingen selbst ernannte Hooligans, Brandenburger Neonazis und AfD-Mitglieder neben „pro-Deutschland“-Funktionären,  Anhängern der „Identitären Bewegung“ und „Reichsbürger“-Aktivisten durch Berlins Zentrum. Dagegen zogen mit einer Gegendemo zeitgleich rund 300 Menschen durch die Innenstand, am Rande des rechten Aufmarsches kam es zudem immer wieder zu spontanen Protestaktionen.

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Flüchtlingsfeindliche Hetze am 3. Oktober

Gleich an mehreren Orten wollen extreme Rechte am „Tag der Einheit“ in Berlin und Brandenburg aufmarschieren.

In Berlin sind zwei flüchtlingsfeindliche Veranstaltungen in Mitte geplant. Vor dem Kanzleramt wollen sich rund 200 Personen zu einer Kundgebung, die als „Demonstration gegen Masseneinwanderung“ von einer Einzelperson angemeldet wurde, versammeln. Ab 15.00 Uhr plant dann die extrem rechte Splittergruppe „Wir für Berlin & Wir für Deutschland“ um Enrico S. einen Aufmarsch vom Hauptbahnhof aus. Dem Vernehmen nach wollen sie von dort über Rosenthaler Platz bis zum Hackeschen Markt laufen.

In ihren Aufrufen sprechen beide Organisatoren vor allem ein flüchtlingsfeindliches und nationalistisches Spektrum mit Affinität zu Verschwörungstheorien an, wie es wöchentlich beim Berliner Kleinstaufmarsch „Bärgida“ zu beobachten ist. Beide Veranstaltungen werden zwar bundesweit über Facebook mit rassistischen Videos beworben, dürften aber höchstens Teilnehmerzahlen im unteren dreistelligen Bereich erreichen.

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