Schlagwort-Archive: Hooligans

„Hässliche Aktion“ von rechten Hools

Mit Bewährungs- und Geldstrafen sowie einem Freispruch endete am heutigen Dienstag der Prozess um einen Angriff mit brennenden Fackeln auf eine Flüchtlingsunterkunft 2015 in Berlin-Marzahn.

Sieben Angeklagte, darunter eine Frau, mussten sich seit dem 19. Juni vor dem Berliner Amtsgericht Tiergarten wegen eines Angriffs auf eine Flüchtlingsunterkunft 2015 im Ortsteil Marzahn verantworten. Bereits am ersten Verhandlungstag endete der Prozess für drei Beteiligte, am heutigen Dienstag fielen die restlichen Urteile.

Damals, in der Nacht des 20. August 2015 hatten sich 16 Anhänger des Berliner HoGeSa-Ablegers „Bündnis Deutscher Hools“ (BDH) unweit der Unterkunft am Blumberger Damm getroffen und waren mit brennenden Holzlatten zu der Einrichtung gezogen, um „ein Zeichen gegen die deutsche Asylpolitik zu setzen“. Dort angekommen warfen sie die selbstgebastelten Fackeln über den Zaun, die teilweise von den Bewohnern der Unterkunft gelöscht werden mussten. „Hässliche Aktion“ von rechten Hools weiterlesen

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Rechter „Großaufmarsch“ im Niedergang

Teilnehmerzahlen bei Berliner „Merkel muss weg“-Aufzug bleiben erneut deutlich hinter den Erwartungen der Organisatoren zurück. Versammelt hat sich am Samstag wieder ein bunter Mix aus der extremen Rechten.

Zum mittlerweile fünften Mal haben sich am vergangenen Samstag hunderte Neonazis und Flüchtlingsfeinde in Berlin zum Aufmarsch unter dem Motto „Merkel muss weg“ versammelt. Mit rund 700 Besuchern blieb die Teilnehmerzahl erneut deutlich unter den Erwartungen der Veranstaltenden der extrem rechten Gruppe „Wir für Berlin – Wir für Deutschland“ um den ehemaligen „pro-Deutschland“-Funktionär Enrico Stubbe.

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Merkel-Gegner von Rechts formieren sich

Während zwei rechte Aufmärsche in Berlin am Wochenende unter sinkender Beteiligung, Blockaden und Regenschauern litten, versammelten sich ihre selbst ernannten Vordenker bei einer „Konferenz für Meinungsfreiheit“ des „Compact“-Magazins.

Erneut zog es am Samstag unter dem Motto „Merkel muss weg“ eine Mischung aus Neonazis und anderen extremen Rechten zu dem islam- und flüchtlingsfeindlichen Aufmarsch nach Berlin. Es war der vierte Aufmarsch des „pro Deutschland“-Funktionärs Enrico Stubbe, der die Veranstaltung seit März zusammen mit dem Schweizer Rechtspopulisten Ignaz Bearth in der Hauptstadt organisierte.

Wie berichtet, waren die vergangenen Male immer wieder eine vierstellige Anzahl von Teilnehmern erschienen. Überraschte der Aufzug im März noch mit rund 3000 Personen, (bnr.de berichtete) zeichnete sich in den folgenden Monaten eine abnehmende Tendenz mit gleichzeitiger Radikalisierung ab. (bnr.de berichtete) Mit lediglich rund 500 Teilnehmern markierte der 5. November nun den Tiefpunkt der Veranstaltungsreihe. Merkel-Gegner von Rechts formieren sich weiterlesen

Rechtsextremer Feindbildmix

Fremdenfeindliche Demonstration in Berlin überrascht mit hoher Teilnehmerzahl. Bis zu 3000 extrem Rechte  zogen vor das Brandenburger Tor. Für den 7. Mai ist bereits eine Neuauflage des Aufmarschs geplant.

Deutlich mehr Teilnehmer fanden sich am Samstag zum flüchtlingsfeindlichen Aufmarsch „Merkel muss weg“ am Berliner Hauptbahnhof zusammen, als ursprünglich erwartet. Nach Schätzungen der Polizei sollen bis zu 3000 Menschen teilgenommen haben, eine Mischung aus organisierten Neonazis, Anhängern rechter Splittergruppen, Hooligans, Reichsbürgern und anderen Flüchtlingsfeinden. Nahezu ungestört zog das rechte Sammelsurium durch Berlins Innenstadt bis zum Brandenburger Tor. Ursprünglich waren nur einige hundert Teilnehmer erwartet worden. (bnr.de berichtete)

Viele Deutschland-Fahnen und schwarz-weiß-roten Reichsflaggen waren zu sehen. Hinzu kommen solche von Gruppierungen wie der „Identitären Bewegung“ oder vom „Freundeskreis Niedersachsen/Thüringen“ sowie aus unterschiedlichen Bundesländern wie Hamburg, Sachsen, NRW.  Aber auch mit Russland- und Phantasiefahnen waren Teilnehmer erschienen. Auch die Transparente deuten auf eine überregionale Beteiligung hin: Magida aus Magdeburg oder die südniedersächsische „Kameradschaft Northeim“, angeführt vom NPD-Kader Thorsten Heise, der mit Megaphon vorneweg ging.

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Rechte D-Promis wollen Merkel stürzen

PEGIDA-Trittbrettfahrer rufen zu „Großdemo“ gegen Flüchtlinge und Angela Merkel auf. Antifaschisten sehen „das Pogrom marschieren“ und wollen den rassistischen Aufzug blockieren. Gegenwind bekommen die Rechten auch aus den eigenen Reihen.

Ginge es nach dem Willen des Pro-Deutschland Funktionärs Enrico Stubbe, würden sich am kommenden Samstag tausende Menschen aus dem gesamten Bundesgebiet am Berliner Hauptbahnhof treffen, um gegen Angela Merkel und Flüchtlinge auf die zu Straße gehen. In Werbevideos bemüht er Analogien zu den Protesten von 1989, als würde am Wochenende eine Revolution ausbrechen und die Regierung gestürzt. Vermutlich werden es aber nur – wenn überhaupt – einige hundert rechte Hooligans, Neonazis und Verschwörungstheoretiker, die dem Ruf Stubbes zur „Großdemo“ unter dem Motto „Merkel muss weg“ folgen werden. Denn selbst in den eigenen Reihen genießt der Anmelder der rechten Versammlungen einen zweifelhaften Ruf.

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Berliner Neonazis immer brutaler

Im vergangenen Jahr registrierte die Polizei in der Hauptstadt eine deutliche Zunahme rechter Gewalt. Besonders im Fokus: Flüchtlinge und politische Gegner.

Berlins Innensenator Frank Henkel und Polizeipräsident  Klaus Kandt präsentierten am Freitag in Berlin die Jahresstatistik zur Politisch motivierten Kriminalität in Berlin für 2015. Darin wird deutlich: Berlins extreme Rechte schlagen immer häufiger zu. So registrierte die Polizei im vergangenen Jahr nicht nur einen Anstieg der rechtsextremen Kriminalität im Allgemeinen um sechs Prozent (insgesamt 1655 Fälle), sondern auch eine deutliche Zunahme bei rechten Gewaltdelikten um 32 Prozent (insgesamt 143). Den Großteil machen davon Körperverletzungen mit 122 Vorfällen aus. Im Vorjahr waren es noch 79. Lediglich im Bereich der Propagandadelikte ist ein leichter Rückgang zu verzeichnen. Insgesamt steigen die rechten Straftaten damit seit ihrem Tiefstwert 2010 in der Hauptstadt weiterhin kontinuierlich.

Im Fokus der extremen Rechten sind der Statistik zufolge vor allem Flüchtlinge und ihre Unterkünfte, aber auch politische Gegner. Die Unterbringung von Geflüchteten in der Hauptstadt ist in der Szene weiterhin „zentrales Thema“ und wurde „ immer wieder – auch anlassunabhängig – zur Begehung von politisch motivierten Straftaten genutzt“, so die Polizei. Insgesamt habe sich das Fallaufkommen in diesem Themenbereich mit 412 Vorkommnissen nahezu verdoppelt, in 40 Fällen handelte es sich dabei um Gewaltdelikte.  Politische Gegner waren in 101 Fällen im Visier der Neonazis, auch in diesem Bereich ist ein Anstieg um 14 Fälle zu verzeichnen. Berliner Neonazis immer brutaler weiterlesen

Tag der deutschen Idioten

Am 12. September wollen bis zu 3000 Neonazis und Hooligans in Hamburg zu einem „Tag der deutschen Patrioten“ aufmarschieren. Ob ein polizeiliches Verbot der Versammlung vor Gericht standhält, bezweifeln Experten. Bundesweit wird daher weiterhin zu Gegenaktionen mobilisiert.

Die Hamburger Polizei bereitet sich für den 12. September auf den „größten und wohl schwierigsten Einsatz seit Jahrzehnten“ vor: Neonazis mobilisieren für den kommenden Samstag zu einem Aufmarsch unter dem Titel „Tag der deutschen Patrioten“ (TddP), bei dem bis zu 3000 Rechtsextreme erwartet werden. Bundesweit wird der Termin auf einschlägigen Seiten beworben, selbsternannte Hooligans um Labels wie „HoGeSa“ und „Gemeinsam Stark Deutschland“ sowie organisierte Neonazis von NPD und „Die Rechte“ mobilisieren zum Wochenende in die Hansestadt. Es könnte einer der größten rechten Aufmärsche seit der Hooligan-Randale letztes Jahr in Köln werden. Auch wenn die Veranstalter um den vorbestraften, langjährigen Neonazi Thorsten de Vries bemüht sind, den Anschein einer vermeintlich „friedlichen und gewaltfreien Demonstration“ zu erwecken, spricht nicht nur ihre Empfehlung für „ältere und gebrechliche Menschen und Kinder unter 16″ besser nicht zu erscheinen, gegen einen harmlosen Marsch. In einer Videobotschaft drohte de Vries, der schon bei den rechten Ausschreitungen in Köln als Redner auftrat: „ Wir wollen eine faire Demonstrationsroute, dann behandeln wir euch auch fair, dann gibt es auch keine Randale.“

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