Schlagwort-Archive: Rechtsrock

„Kategorie C“- Balladenabend in Berlin

Die extrem rechte Bremer Hooligan-Band will am Samstag vor Heiligabend in der Hauptstadt auftreten.

Vorweihnachtliches Spektakel mit KC in der Hauptstadt; (Screenshot, Veranstaltungsflyer: ths)
Vorweihnachtliches Spektakel mit KC in der Hauptstadt; (Screenshot, Veranstaltungsflyer: ths)

Im Internet bewirbt seit kurzem ein neuer Versand für kommenden Samstag einen „Balladenabend für Lawi“ mit der extrem rechten Bremer Hooligan-Band „Kategorie C“. „Lawi“ ist der Spitzname von Nico H., der unter anderem dem rechten Hooligan-Spektrum des „BFC Dynamo“ zugerechnet wird. Angekündigt wird die Veranstaltung „für den guten Zweck“ noch ohne konkrete Ortsangabe, lediglich „im Süden Berlins“ heißt es auf einem Flyer. Details sollen am Samstag ab 17.00 Uhr auf der Homepage des Onlineshops bekanntgegeben werden. „Kategorie C“- Balladenabend in Berlin weiterlesen

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Braunes Event auf dem Nahtz-Hof

von Katrin Katjuscha/Theo Schneider

Neonazis aus Norddeutschland pilgern zur „Sonnenwendfeier“ mit anschließendem Rechtsrock-Konzert in Eschede.

Am Samstag veranstalteten Neonazis aus Niedersachsen erneut eine traditionelle „Sonnenwendfeier“ mit Kinderfest und anschließendem Rechtsrock-Konzert in Eschede. Die Veranstaltung stand unter dem Motto „25 Jahre Widerstand im Heide(n)land“ und wurde organisations- und parteiübergreifend beworben. (bnr.de berichtete)

Auf einem Flyer im Internet wurden die Bands „Gassenraudi“ (um Sören Högel, dem früheren Chef der Braunschweiger Kameradschaft „Burschenschaft Thormania“), „Flak“ (aus dem Rheinland um Philipp Neumann), sowie Liedermacher „Barny“ (Mirko Szydlowski) und „Rommel“ angekündigt. Dennoch sprachen die Organisatoren von einer „privaten Veranstaltung“. Braunes Event auf dem Nahtz-Hof weiterlesen

Indizierte CD im Angebot

Das Berliner Landgericht hob die Bewährungsstrafe gegen den Berliner NPD-Chef Schmidtke auf, verurteilte ihn aber trotzdem zu einer Geldstrafe.

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Berliner NPD-Chef Schmidtke (m.) mit Anwalt vor Gericht; Photo: Th.S.

Berlins NPD-Vorsitzender Sebastian Schmidtke konnte am Mittwoch vor dem Berliner Landgericht einen juristischen Teilerfolg erzielen. In seinem Berufungsprozess wurde eine Verurteilung auf Bewährung zu einer Geldstrafe reduziert.

Wie berichtet, hatte die Polizei im März 2012 bei einer Razzia in Schmidtkes früherem Waffen- und Outdoorladen „Hexogen“ in Berlin-Schöneweide einen Koffer voller volksverhetzender CDs, mehrheitlich indiziert oder verboten, sichergestellt.  Im Dezember 2013 war er deswegen vom Berliner Amtsgericht wegen Volksverhetzung, Gewaltdarstellung, Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen zu einer achtmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt worden. Dagegen legte Schmidtke, der sein Szenegeschäft im Mai 2014 schließen musste und noch immer Schulden deswegen hat, Berufung ein. Indizierte CD im Angebot weiterlesen

Braune Hass-Händler auf der Anklagebank

Über das „Thiazi-Forum“ verkaufte ein Berliner jahrelang Neonazi-Musik. Seit Donnerstag steht er mit seinen Helfern vor Gericht.

Berliner Neonazis müssen sich vor dem Landgericht verantworten; Photo: T.Sch
Berliner Neonazis müssen sich vor dem Landgericht verantworten; Photo: T.Sch

Der arbeitslose Garten-Landschaftsbauer David H. (38) war zwar nur Nutzer des Forums, bot aber dort regelmäßig sein breites Sortiment an Rechtsrock-CDs an. Aufgrund der Fülle dauerte die Verlesung der über 90-seitigen Anklageschrift vor der Berliner Staatsschutzkammer auch mehr als zwei Stunden und gab tiefe Einblicke in das braune Musikgenre: Bands mit Namen wie „Gestapo“ oder „Arisches Blut“ glorifizieren mit Titeln wie „Heil dem Führer“ oder „Adolf Hitler lebt“ den Nationalsozialismus und hetzen in ihren Liedern teilweise auf widerlichste Art gegen die szeneüblichen Feindbilder. Nicht selten sind die Cover mit verbotenen Symbolen wie Hakenkreuzen, Sigrunen oder Hitlerbildern dekoriert.

Obwohl die Polizei schon im März 2009 bei einer Razzia diverse CDs bei H. beschlagnahmte, setzte der seinen Handel ungebremst fort. Es folgte eine weitere Durchsuchung im Juli 2010, mittlerweile hatte H. das Label „Nacht und Nebel Records“ sowie mit Denis Sch. (32) und dem gesondert verfolgten Roman Richard N. den so genannten „Wearwolf-Versand“ ins Leben gerufen. Die Beamten beschlagnahmten damals rund 6500 Tonträger, fanden bei Sch. zudem einen „Polenböller“. (bnr.de berichtete) Und wieder ließ sich H. nicht abschrecken, organisierte sich wieder volksverhetzende Musik, um diese über „Thiazi“ zu vertreiben. Diesmal fungierte jedoch der arbeitslose Maurer Stefan S. (32) als Mittelsmann, stellte dafür sein Bankkonto zur Verfügung und übernahm den Versand. Es folgten weitere Durchsuchungen und Beschlagnahmungen im Mai 2011 und Dezember 2011. Immer wieder stellte H. neue Verkaufslisten ins Netz.

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