Braunes Treiben in der Hauptstadt

Rund 70 Besucher kamen am Samstag zu einem rechtsextremen Konzert in die Köpenicker NPD-Zentrale. Vereinzelt beteiligten sich Vertreter der Berliner rechten Szene auch an der „Schwarze Kreuze“-Aktion, zu der bundesweit aufgerufen worden war.

„Lunikoff“-Auftritt am Samstag in Berlin angekündigt; Photo: ths
„Lunikoff“-Auftritt am Samstag in Berlin angekündigt; Photo: ths

Am Samstagabend hatten sich in der Bundeszentrale der NPD in Berlin-Köpenick rund 70 Besucher zu einem Auftritt von Michael „Lunikoff“ Regener und dem Thüringer Rechtsrock-Duo „Zeitnah“ um Tommy Brandau eingefunden. Beworben wurde die Veranstaltung mit einer E-Mailadresse des Festivals „Tage der nationalen Bewegung“ vom Berliner NPD-Vize Sebastian Schmidtke. Unter den Teilnehmern waren neben bekannten Berliner NPD-Aktivisten wie Schmidtke auch andere rechtsextreme Musiker wie Uwe Menzel („Uwocaust“), Toni Belz („Son of the Wind“, früher bei „A3stus“) und Gordon Bodo Dreisch („Midgards Stimme“), der mit seinem Vater, dem ehemaligen Chef der verbotenen Gruppierung „Frontbann 24“ erschienen war. Auch ein Anhänger der „Aktionsgruppe F.i.e.L“ aus Mecklenburg sowie der ehemalige Berliner NPD-Funktionär Andrew Stelter, der jetzt im brandenburgischen Strausberg als Boxtrainer auftritt, zeigten sich in Köpenick.

Konzerte und „Liedermacherabende“ in der NPD-Zentrale
Nicht häufig, aber regelmäßig, kommt es in Berlin zu Konzerten von braunen Bands beziehungsweise „Liedermacherabenden“, die nur in Ausnahmefällen nicht in der NPD-Zentrale stattfinden. Zuletzt spielten im März Maik Krüger alias „FreilichFrei“ und Martin Böhne von „Sleipnir“ im Rahmen einer „JN-Europatagung“ (bnr.de berichtete) auf. Im Vorjahr gab es mindestens fünf Musikevents in der Berliner Parteizentrale. Aufgetreten sind dabei: „Kategorie C – Hungrige Wölfe“, „Hermunduren“, „FreilichFrei“, „Zeitnah“, Mirko Szydlowski alias „Barny“, Michael Regener und Frank Rennicke.

Der bundesweite Aufruf von Neonazis, im Rahmen eines „Gedenktages“ für „deutsche Opfer“ von „multikulturellen Gewalttaten“ schwarze Kreuze im öffentlichen Raum aufzustellen, fand in Berlin hingegen kaum Resonanz. Lediglich die Pankower NPD-Jugendorganisation Junge Nationalisten beteiligte sich an der Aktion und stellte an sechs Standorten Kreuze und Kerzen auf. Eine Brandenburger Gruppe hatte zudem am Ortseingangsschild zum Berliner Bezirk Reinickendorf noch ein Kreuz befestigt. Bereits in den Vorjahren fanden diese Aktionen mit unterschiedlich hoher Beteiligung um den 13. Juli statt (bnr.de berichtete zuletzt). Initiiert wurde sie 2014 von dem Rechts-Rapper Patrick Killat, besser bekannt unter seinem Künstlernamen „Villain051“ vom Musikduo „A3stus“.

Quelle: Blick nach Rechts (https://www.bnr.de/artikel/aktuelle-meldungen/braunes-treiben-in-der-hauptstadt)

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s